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ALIDA BREITAG

1988 in Hamburg geboren

2008 Deutsch-französisches Abitur

2006-2008 Spielerin im backstage Jugendclub, Schauspielhaus Hamburg


Anschließend Hospitanzen und Assistenzen am selben Haus (Regie: Daniel Wahl, Sylvain Creuzevault, Erik Gedeon)


2009-2012 Dramaturgiestudium an der HMT Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig

Seit 2012 Arbeit als freie Dramaturgin und Mitglied von Prinzip Gonzo

2014 Künstlerische Leitung von Kaltstart Pro, Haus 73 Hamburg

Geboren 1988 in Hamburg, aufgewachsen als Tochter von vier Eltern und unterschiedlich verschwistert mit fünf weiteren Kindern.
Durch elterliche Tätigkeit bereits als Fünfjährige im Handgepäck auf Reisen in die Krisengebiete des nahen Ostens, prägen sie vier, in der vom Meer umgebenen südlichsten Stadt von Madagaskar verbrachte Jahre.
Nach der Rückkehr aus dem Land der Ringelschwanzlemuren folgt das Wiedereintauchen in das hanseatische Erbe und die Dualität einer bilingualen Schule. Die Inselsehnsucht führt jedoch schnell wieder weg – diesmal ins Land der langen weißen Wolke. Neben einer raschen Identifikation mit den Kiwis erfolgt eine erste Faszination für Shakespeare und die Möglichkeit, sich gedanklich im Theater zu verlieren.
Folgerichtig ein Jahr Arbeit am Schauspielhaus Hamburg und Dramaturgiestudium an der HMT Leipzig.
Nach kurzer Zeit dank Prinzip Gonzo noch einmal die Bestätigung, dass Orte sekundär sind, solange die Gesellschaft stimmt

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DAVID CZESIENSKI

1985 in Berlin geboren


2004 Abitur und 2005 Geschichte- und Philosophiestudium an der Universität Potsdam

Ab 2006 erste eigene Inszenierungen und Hospitanzen und Assistenz am Maxim Gorki Theater unter anderem bei Armin Petras

2007 bis 2012 Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin

Seit 2008 Zusammenarbeit im Regiekollektiv mit Robert Hartmann

2010 Gründung von Prinzip Gonzo mit Robert Hartmann und Tim Tonndorf

Gemeinsam mit Robert Hartmann 2011 und 2012 Diplominszenierungen "Rohstoff" nach Jörg Fauser und "Schimmernder Dunst über Coby County" nach Leif Randt am Maxim Gorki Theater

Diverse Inszenierungen unter anderem in Berlin, Halle, Schwerin, Kassel und Bordeaux

1985 als Einzelkind in Ostberlin geboren.
In der Pubertät scheitern mehrere Revolutionsversuche durch Meinungsverschiedenheiten in den radikalen Gruppierungen. Die politische Frustration wird im Teamsport weggeschwitzt, der dringende Wunsch, Rockstar oder Bandmitglied zu werden, bleibt aufgrund rhythmischer Fehlveranlagung unerfüllt.
Mitgestaltung eines integrativen Sportvereins, der koordinationsschwachen Kindern Erfolgserlebnisse bescheren möchte.
Nach dem Zivildienstersatz in der pädagogischen Sporterziehung, Vollkontakt mit der Droge Theater bei der Mitarbeit im ersten Jahr der Armin Petras-Intendanz am Maxim Gorki Theater Berlin und der unvermeidliche Sturz in die Sucht nach kollektiver
Bedröhnung. Regiestudium an der HfS Ernst Busch Berlin und Mitgründung des Kollektivs Prinzip Gonzo und der Beginn vielfältiger Versuche, die Vorteile von Gemeinschaft im deutschen Stadttheatersystem zu praktizieren.
Daneben der Grenzübertritt in der schönen Zusammenarbeit mit dem französischen Collectif OS’O in Bordeaux.

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ROBERT HARTMANN

1982 in Düsseldorf geboren

2001 Abitur und anschließend Zivildienst

Ab 2003 Assistent von Matthias Lilienthal und Carena Schlewitt am neu gegründeten Hebbel am Ufer

2007 bis 2012 Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin

Seit 2008 Zusammenarbeit im Regiekollektiv mit David Czesienski

2010 Gründung von Prinzip Gonzo mit David Czesienski und Tim Tonndorf

Gemeinsam mit David Czesienski 2011 und 2012 Diplominszenierungen "Rohstoff" nach Jörg Fauser und "Schimmernder Dunst über Coby County" nach Leif Randt am Maxim Gorki Theater

Diverse Inszenierungen unter anderem in Berlin, Halle, Schwerin und Göttingen

1982 in einen Düsseldorfer Familienzusammenhang geboren.
Prägender Kontakt mit rhythmischem Zusammenspiel in einer Jazzband und Fortführung des Teamgedankens beim Zivildienst in einer psychiatrischen Einrichtung.
Entdeckung, dass Theater nur im diskursiven Austausch möglich ist durch die Assistenz bei Matthias Lilienthal und Carena Schlewitt am Berliner Hebbel am Ufer (HAU) und in Arbeiten mit Matthias Matschke und Anna Viebrock.
Regiestudium an der HfS Ernst Busch und Mitgründung des eigenen Theaterteams Prinzip Gonzo mit den Kommilitonen David Czesienski und Tim Tonndorf.
Später logische Erweiterung mit Alida Breitag und Holle Münster, die dem Kollektiv eine so dringend benötigte weibliche Perspektive zur Verfügung stellen.

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HOLLE MÜNSTER

1983 geboren und aufgewachsen in Berlin und Brandenburg

2004 Performerin bei TheaterTotal Bochum

diverse Hospitanzen und Assistenzen z.B. bei der Compagnie Smafu und am Burgtheater Wien in Arbeiten u.a. mit den Regisseuren Nicolas Stemann und Martin Kusej

2008-2012 Regiestudium am Max Reinhardt Seminar Wien

2009 Entwicklung der Performance "Crowns" im Rahmen des Grotowski-Festivals „Meetings with remarkable women“ in Breslau

2010 Perfomance „Far Sir Sri“ in Las Tèouleres Frankreich

Seit 2011 Zusammenarbeit mit Prinzip Gonzo

2012 Diplominszenierung "Die Nibelungen"

1983 gesellte sie sich zu den in der Einöde Ostbrandenburgs lebenden Eltern, der Eine drehte aus Schmalztöpfen Geld, die Andere versuchte sich am sogenannten DDR-Recht.
Nach der Wende drehte der Eine dicke Dinger mit Bananen, die Andere konnte endlich etwas mit ihrer Ausbildung anfangen.
Holle ging in die Schule. Eineinhalb Stunden Schulweg mussten täglich durchlitten werden, denn nur in dieser Ausbildungsanstalt herrschte geringe Stasilehrergefahr, laut des Einen und der Anderen.
Mit ihrer Schwester beritt sie die ganz besonders geliebten Pferde und nahm so erste Hürden im Parcours des Teenagerlebens.
Auch andere Hürden wurden genommen: zwischen den Eltern lag nun eine Stunde Fahrzeit, erste eigene gescheiterte Beziehungen und Brasilien als Jahresschnupperprogramm war nicht nur ein einjähriger Karneval.
Danach das Abi durchgerockt, recht hilflos versucht, hilflosen, abgelehnten Frischgeborenen in Indien zu helfen und dann mit einem Umweg über Südostasien ab zum Theater:
Endlich! Doch auch hier Scheinregeln, Konkurrenz, Hürden, Sprachlosigkeit.
Glücklich ist sie über die Begegnung mit Prinzip Gonzo, es gibt Möglichkeiten gemeinsam das Geliebte zu leben.

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TIM TONNDORF

1985 in Offenbach/Main geboren

Abitur in Berlin

Ab 2004 erste Theatererfahrungen inklusive eigener Kompanie im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur

Diverse Regiehospitanzen und -assistenzen unter anderem bei Claus Peymann, Thomas Ostermeier und Andreas Kriegenburg

2007 bis 2012 Studium der Theaterregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin

2010 Gründung von „Prinzip Gonzo“ mit David Czesienski und Robert Hartmann

Erste Arbeiten im Bereich Puppenspielkunst (Rudolf-von-Ems-Preis 2010 für „Gradualistische Annäherung an eine Ehe“)

2012 Diplominszenierung „Macbeth“ (eingeladen zum Shakespeare-Fesival Neuss 2013 und zum Théâtre La Vignette in Montpellier)

Diverse Arbeiten am Theater Bielefeld

Ab 2014 auch in Köln und Oldenburg sowie Arbeiten mit „Prinzip Gonzo“ in der Freien Szene

1985 als Sohn eines hanseatischen Vaters und einer bajuwarischen Mutter im Land des Bembels geboren.
Der Beruf des Familienvorstands bringt häufige Wechsel des Wohnortes und der Freundeskreise in Kindheit und Jugend mit sich, was früh die Sehnsucht nach der Geborgenheit einer festen Gemeinschaft evoziert.
Erstes Liebesspiel mit dem Theater während der Schulzeit und dem Freiwilligen Kulturellen Jahr in Berlin.
Die Entdeckung kollektiver Kräfte erfolgt innerhalb der eigenen Theaterkompanie (Mitgliederzahl: 26).
Kurze Schockstarre beim Einblick in den realen Theaterbetrieb, konkret ausgelöst durch das Dienen unter Bühnendespoten in Berlin.
Das Regiestudium an der HfS Ernst Busch fördert eher den Wunsch nach Seefahrerei als nach Theatermachen, bis das Ruder durch die Geburt von Prinzip Gonzo herumgerissen wird.
Auch das Wirken beidseitig der Rampe, ebenbürtig geliebt, wird dadurch möglich.
Die Crew ist mittlerweile gewachsen, wodurch das Schiff auch bei starkem Seegang immer auf Kurs gehalten werden kann.

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