prinzip_gonzo
My Image

Candide oder You are (not) in wonderland

nach Voltaire

Mit: Elisabeth-Marie Leistikow, Gintas Jocius, Robert Oschatz, Robert Hartmann

Inszenierung und Ausstattung: Alida Breitag und Robert Hartmann
Live Musik: Robert Hartmann
Mitarbeit Bühne & Kostüm: Moritz Schulze
Assistenz: Tina Kalinowski

Premiere am 05. April 2014, Junges Theater Göttingen

Once one dismisses the rest of all possible worlds one finds that this is the best of all possible worlds.Candide, Leonard Bernstein

Der französische Philosoph Voltaire stellte vor 250 Jahren Leibniz’ Theorie wir lebten in der besten aller möglichen Welten in Frage, in dem er auf Leibniz’ Optimismus mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Pessimismus antwortete. Eine Welt, in der immer noch Bürgerkriege herrschen, Regierungen sich und ihre Untertanen abhören, in der die Menschen ihr soziales Leben mehr und mehr virtualisieren, in der Bücher wie „Warum es die Welt nicht gibt“ auf den Bestsellerlisten stehen und zwei Drittel dieser Welt auf Kosten der dritten Welt leben, könne doch nicht die beste aller Welten sein.
Voltaire lässt seinen Helden Candide diese Welt durchwandern und ihm und seinen Freunden allerlei Schreckliches widerfahren (Verstümmelung, Sexualkrankheiten, Sklaventum, Vergewaltigung, Gründung einer Kommune). Er schließt seine Novelle mit dem trockenen Fazit: Don’t cry. Work.
Wie bewegen wir uns in der heutigen Welt, die sich scheinbar seit dem 18. Jahrhundert nicht verändert hat? Gilt es den optimistischen Blick zu schärfen oder dem Pessimismus ins dreckige Gesicht zu schauen? Können wir unsere Welt überhaupt noch fassen, wenn wir ständig versuchen, den einen goldenen Weg zu finden, der uns am Ende nach El-Dorado führt? Vor allem, wenn es sie doch gar nicht gibt, diese Welt….