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Hose Fahrrad Frau

von Stefan Wipplinger

Mit:
Markus Bernhard Börger, Enrique Fiß, Alina Ilonka Hagenschulte, Carolin Knab, Lennart Lemster, Manuel Ossenkopf, Stefan Suske, Gudrun Tielsch, Günther Wiederschwinger

Regie: Holle Münster
Bühne und Kostüme: Thea Hoffmann-Axthelm
Dramaturgie: Mona Schwitzer
Musik: Bernhard Eder

Premiere am 14. Oktober 2016, Volkstheater Wien

In einer Großstadt begegnen sich Menschen auf der Suche nach ihrer Identität und nach Antworten auf die Frage, welche Rolle der Besitz und Tausch von materiellen Dingen dabei spielt.

Ein Fahrrad wechselt den Besitzer, der neue wird daraufhin verdächtigt, gestohlenes Gut erstanden zu haben. Eine junge Frau tauscht mit demselben Mann ohne Umstände ihre Wohnung und verschenkt dabei ihr Herz. Als sie jedoch ihren Körper herleihen soll, um einem befreundeten, kinderlosen Paar bei der Nachwuchsfrage auszuhelfen, gerät sie in ein Dilemma. Das Paar kommt durch profanere Sorgen in Streit: Sie fordert von ihrem Mann, zumindest eine seiner unzähligen Hosen wegzugeben, die er widerwillig bei der Bahnhofsmission an einen Geflüchteten weiterreicht. Dieser junge Mann von weither ist auf der Suche nach seiner Schwester, die vor zwanzig Jahren gekauft wurde und seither mit ihrem Ehemann und einer neuen Identität ein begütertes, doch unglückliches Leben führt. Zwischen all diesen suchenden Seelen wandelt ein Penner, der bewusst entschieden hat, sich von Besitz zu befreien. Seither verkündet er wie ein mythologisches Orakel seine Weisheiten in der Großstadt und zieht inmitten der kapitalistischen Irrungen der Mitmenschen seine eigenen Fäden.